Décors. Meisterwerke aus den Sammlungen

Ausstellung

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Ein Möbelstück, ein dekoratives Objekt, ein Wandbehang, eine Lampe – sie alle sagen viel über unseren Lebensstil, unseren Geschmack und unsere Werte aus. Sie erzählen davon, wie wir unsere Zeit verbringen. Anhand von bedeutenden Objekten aus den Sammlungen des Schweizerischen Nationalmuseums zeigt diese Ausstellung, was Interieurs über die Menschen verraten können, die darin gelebt oder sie angefertigt haben.

Ein Showroom des Schweizer Designs präsentiert den Besucherinnen und Besuchern als Einstieg in die Ausstellung eine eklektische Auswahl von Möbeln und Kunstgegenständen. Sie zeigt nicht nur die Vielfalt an Stilen und Materialien, die im Laufe der Zeit entstanden ist, sondern auch das lebendige künstlerische und handwerkliche Schaffen in der Schweiz. Ausgehend von vier prestigeträchtigen Möbel-Ensembles von nationalem oder internationalem Bekanntheitsgrad, von teilweise recht ungewöhnlichen Kunstwerken, Fotografien und Archivdokumenten beleuchtet die Ausstellung anschliessend vielfältige kulturgeschichtliche Themen und stellt kontrastierende Realitäten vor.

Der Hang zum Luxus und die gesellschaftlichen Vorlieben der Eliten während der Aufklärung, die zunehmende Verbreitung von Möbeln für die Bourgeoisie und ihre serielle Herstellung im 19. Jahrhundert, der Widerstand gegen die Industrialisierung, der man vorwarf, einen Verfall des guten Geschmacks herbeizuführen, und im 20. Jahrhundert die Kampagne zugunsten der Hygiene, um die Wohnverhältnisse der benachteiligten Gesellschaftsschichten zu verbessern – all diese Aspekte der Geschichte der Innenausstattungen werden in Décors. Meisterwerke aus den Sammlungen gezeigt.

Die Ausstellung Décors. Meisterwerke aus den Sammlungen ist überdies eine Illustration der äusserst aktiven Ankaufspolitik des Schweizerischen Nationalmuseums, mit der das Museum seit rund einem Jahrzehnt bestrebt ist, seine Sammlungsbestände um Objekte aus der Romandie zu erweitern.

Private Führungen

Verbringen Sie spannende, spielerische, inspirierende, lehrreiche und lustige Momente im Château de Prangins! Wir bieten eine Vielzahl an Aktivitäten spezielle ausgerichtet auf verschiedene Publikumsgruppen. Eine erfahrene und motivierte Mannschaft erwartet Sie.

Diese privaten Führungen können während, aber auch ausserhalb der Öffnungszeiten gebucht werden.

Anmeldung

 

2 Wochen im Voraus

Dauer

 

60 Minuten, spezielle Angebote auf Anfrage möglich

Gruppengrösse

 

max. 25 Personen pro Führung

Sprachen

 

Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Weitere Sprachen auf Anfrage.

Kosten


 

 

CHF  120 für die Führung, zuzüglich reduzierter Eintritt von CHF 10 pro Person.

Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre Eintritt frei.

accessibility.sr-only.person_card_info Kontakt

+41 22 994 88 90 info.prangins@museenational.ch

Medien

Décors. Meisterwerke aus den Sammlungen

Château de Prangins
publiziert am 7.8.2023

Sag mir, wo du lebst, und ich sage dir, wer du bist! Die neue Dauerausstellung des Schweizerischen Nationalmuseums – Château de Prangins, Décors. Meisterwerke aus den Sammlungen, lädt die Besucherinnen und Besucher ein, Häuser- und Wohnungstüren aufzustossen und anhand von Interieurs die Lebensstile, den Geschmack und die Beschäftigungen der Menschen in der Romandie von der Aufklärung bis ins 20. Jahrhundert zu entdecken. Ein spannender Rundgang in sieben Etappen ab dem 27. August 2023. Die Vernissage findet am Samstag, 26. August, ab 18.30 Uhr statt.

«Interieurs vermitteln eine Vorstellung vom Leben der Menschen, die darin gewohnt haben», erklärt Helen Bieri Thomson, Geschäftsführerin und Kuratorin der Ausstellung. «Solche Interieurs gehören praktisch zur DNA des Schweizerischen Nationalmuseums, das seit seiner Gründung im Jahr 1898 Innenausstattungen sammelt. Und tatsächlich widerspiegeln sie vielfältige Identitäten und Realitäten unseres Landes.» Über dieses Abenteuer wird auch im Film Die Nation dokumentiert, der am Ende der Ausstellung zu sehen ist, berichtet.

«Dieses Jahr feiert der Westschweizer Standort des Schweizerischen Nationalmuseums sein 25-jähriges Jubiläum», erinnert Helen Bieri Thomson. «Wir wollten daher Westschweizer Interieurs präsentieren und aussergewöhnliche Stücke und Objekte ausstellen, die unerwartete Geschichten erzählen.»

Zu Beginn des Rundgangs tauchen die Besucherinnen und Besucher ein in einen eklektischen Schmelztiegel des Schweizer Designs. Hier findet sich etwa eine futuristisch anmutende Lampe von Mario Botta neben einer Stabelle, einem typischen Möbel des Schweizer Kunsthandwerks.

Anschliessend präsentiert sich dem Auge ein für ganz Europa seltenes Juwel: die Bühnenbilder des Privattheaters von Schloss Hauteville aus dem Jahr 1777. Dank einer immersiven Multimedia-Installation kann das Publikum der Aufführung einer Komödie aus dem 18. Jahrhundert, Le médecin suisse allemand, beiwohnen, in Szene gesetzt von Schauspielerinnen und Schauspielern des Théâtre de Carouge.

Der nächste Saal, «Luxus auf dem Bauernhof», zeigt eine bemalte Papiertapete mit Motiven aus den Metamorphosen von Ovid – eine Dekoration, die dem Tuilerien-Palast würdig gewesen wäre. Erstaunlicherweise zierte sie jedoch ab den 1790er-Jahren die Wände eines Landhauses im Berner Jura. Vor diesem passenden Hintergrund kann man die Erzählungen von Ovid anhören.

Der nachfolgende Saal überrascht mit einer ganz anderen Atmosphäre: «Ermittlung zur Inneneinrichtung» nimmt die Fotografien des Kriminalisten Rodolphe Archibald Reiss und seiner Nachfolger zwischen 1900 und 1930 unter die Lupe. Die hier festgehaltenen Tatorte bieten seltene Einblicke in die Lebensumstände der ärmeren Bevölkerungsschichten im Kanton Waadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Im «Salon bourgeois» entdecken die Besucherinnen und Besucher Möbelstücke, die im 19. Jahrhundert in Yverdon von einem innovativen Schreiner angefertigt wurden. Seine Techniken bieten einen Vorgeschmack auf die spätere Serienfertigung. Hier kann man einen Stuhl zusammenbauen oder auseinandernehmen, und man kann Holzelemente – geschnitzt, gedrechselt, mit Einlegearbeiten – in die Hand nehmen.

Den krönenden Abschluss der Ausstellung bildet ein in der Schweiz einzigartiges Werk: ein monumentales Ensemble aus Tropenholz, mit Holztäfelungen, Wandleuchtern und einem Gemälde. Der als Arbeitszimmer genutzte Vorläufer des Art-Déco-Stils wurde vom Architekten Alphonse Laverrière entworfen und 1922 für die erste Nationale Ausstellung angewandter Kunst angefertigt.

Die Ausstellung ist ab 27. August im Château de Prangins zu sehen. Öffentliche Vernissage: Samstag, 26. August, 18.30 Uhr, Eintritt frei.

Bilder

Affiche de l'exposition Décors. Chefs-d'oeuvre des collections

Affiche de l'exposition

© Musée national suisse

Fauteuil «Bouquetin»

Yves Boucard. Fauteuil «Bouquetin», 2000. Noyer peint et verni. LM 176709

© Musée national suisse

Affaire rue St-Pierre 12 à Lausanne

Rodolphe Archibald Reiss. Affaire rue St-Pierre 12 à Lausanne, 1916. Photographie.

© Université de Lausanne. Collection photographique Reiss – Police scientifique. Id. 2103-5801

Armoire «Seven Codes»

Trix & Robert Haussmann (dessiné par), Dumeng Raffainer (fabriqué par). Armoire «Seven Codes», 1978. Poirier et érable, verre miroir. LM 111970

© Musée national suisse

Dispositif de médiation

«Réalisez une chaise d’Yverdon»

© Musée national suisse

Salon de papier peint

Manufacture Arthur & Robert, Paris, après 1789. Papier peint. Musée national suisse, LM 116903

©Musée national suisse

Meubles d'Yverdon

Atelier de Jean-Pierre-Moïse Guichard et d’Edouard Wanner. Fauteuil, 1830-1865. Placage en noyer. LM 50106

© Musée national suisse

Bureau de Alphonse Laverrière

Alphonse Laverrière (dessiné par), Menuiserie Held, Montreux (fabriqué par). Bureau, 1922. Lambris et plafond en padouk, peinture de technique mixte et torchères en bois doré. LM 170351

© Musée national suisse

Costume d’arlequin

Costume d’arlequin en deux pièces, 1780-1820. Laine et coton. LM 169363

© Musée national suisse

Enquête sur les intérieurs

Entre 1900 et 1930, le criminaliste vaudois Rodolphe Archibald Reiss et ses collègues de la police scientifique réalisent des milliers de photographies dans le cadre d’enquêtes. Parmi ces images se trouvent des vues d’intérieurs dévoilant, sur le vif, l’intimité des logements de personnes de conditions variées.

© Musée national suisse

Enquête sur les intérieurs

Entre 1900 et 1930, le criminaliste vaudois Rodolphe Archibald Reiss et ses collègues de la police scientifique réalisent des milliers de photographies dans le cadre d’enquêtes. Parmi ces images se trouvent des vues d’intérieurs dévoilant, sur le vif, l’intimité des logements de personnes de conditions variées.

© Musée national suisse

Salon de papier peint

Manufacture Arthur & Robert, Paris, après 1789. Papier peint. Musée national suisse, LM 116903

© Musée national suisse

Showroom du design suisse

Raffinés ou d’une grande simplicité, chers ou bon marché, les objets hétéroclites de ce salon illustrent la vitalité et la diversité de la création de mobilier en Suisse, du 18e siècle jusqu’à nos jours.

© Musée national suisse

Showroom du design suisse

Raffinés ou d’une grande simplicité, chers ou bon marché, les objets hétéroclites de ce salon illustrent la vitalité et la diversité de la création de mobilier en Suisse, du 18 e siècle jusqu’à nos jours.

© Musée national suisse

Décors de théâtre du château d’Hauteville

Joseph Audibert. Décors de théâtre du château d’Hauteville, 1777. Bâti en résineux, toile peinte à la détrempe. LM 169877-169880

© Musée national suisse

Décors de théâtre du château d’Hauteville

Joseph Audibert. Décors de théâtre du château d’Hauteville, 1777. Bâti en résineux, toile peinte à la détrempe. LM 169877-169880

© Musée national suisse

Décors de théâtre du château d’Hauteville

Joseph Audibert. Décors de théâtre du château d’Hauteville, 1777. Bâti en résineux, toile peinte à la détrempe. LM 169877-169880

© Musée national suisse

Tatiana Oberson

Leiterin Kommunikation, Marketing und Fundraising

Château de Prangins +41 22 994 88 68 tatiana.oberson@museenational.ch

Impressum

  • Gesamtleitung Schweizerisches Nationalmuseum: Denise Tonella
  • Leitung Schweizerisches Nationalmuseum – Château de Prangins: Helen Bieri Thomson
  • Projektleitung und Kuratorium: Helen Bieri Thomson
  • Co-Kuratoren-Kuratorinnen: Barbara Bühlmann, Matthieu Péry, Ludivine Proserpi
  • Wissenschaftliche Beratung: Leila Bouanani, Lionel Gauthier, Marc-Henri Jordan, Dave Lüthi, Ursula Zeller
  • Szenografie: atelier oï: Patrick Reymond, Ilinka Najdenovska-Bogoeva
  • Grafik (Ausstellung): atelier oï: Anna Badina
  • Interactive Media Design: Mathieu Rivier, Joëlle Aeschlimann, Pauline Saglio, Sébastien Matos, Gianni Camporota
  • Ausstellungsmobiliar: Stand Concept: Philippe Zürcher, L'Atelier: Joël Barret, Seigneur Décoration: Gilles Petermann, Stahl und Schweiss: Christian Alder, Geiser Rahmen AG, Metall Werk AGJ. Bodenmann SA, Ballenegger SA, Rachet SA L’Atelier
  • Malerarbeiten: De Cagna, Nigro & Fils Peinture, Stand Concept
  • Druckarbeiten: Meylan publicité et signalétique
  • Übersetzungen: Claudia Grosdidier, Alessia Schiavon, Geoffrey Spearing
  • Technik: Philippe Humm (dir.), André Schärer
  • Kommunikation und marketing: Tatiana Oberson (dir.), Sylvie Nickbarte
  • Grafik (Kommunikation): L’Atelier de mon Père
  • Kulturvermittlung und Veranstaltungen: Marie-Dominique de Preter (dir.), Ana Vulić, Céline Allard, Ines Berthold, Sylvie Gobbo, Susanna Hurschler, Debra Kinson, Hester Macdonald, Sylvie Nickbarte, Nathalie Pellissier, Matthieu Péry, Ludivine Proserpi, Heidi Rasmussen, Stéphane Repas Mendes, Geneviève Suillot, Anne-Capucine Vernain, Laura Weber, Madeleine Wüthrich, Valérie Zanani, Farès Zemzemi
  • Administration und Finanzen: Odile Rigolet (dir.), Jacqueline Naepflin Karlen
  • Empfangsdienst: Véronique Laurent Kandem, Elisa Ottiger, Anita Rachetta Bays
  • IT/Web: René Vogel (dir.), Ulrich Heiniger, Danilo Rüttimann
  • Medienstationen: René Vogel (dir.), Alex Baur, Thomas, Bucher, Ella Fournel (stagiaire), Ulrich Heiniger, Pasquale Pollastro
  • Fotografie: Jörg Brandt, Zvonimir Pisonić, Felix Jungo
  • Objektmanagement: Laurine Poncet, David von Arx
  • Bildarchiv: Fabian Müller, Andrea Kunz
  • Leihwesen: Laura Mosimann, Samira Tanner, Claudio Stefanutto
  • Konservatorische Leitung: Gaby Petrak, Véronique Mathieu
  • Konservierung und Objektmontagen: Véronique Mathieu, Gaby Petrak, Natalie Ellwanger, Franziska Snape, Ulrike Rothenhäusler, Sarah Longree, Tino Zagermann, Iona Leroy, Nikkibarla Calonder, Milan Tomic, Marie Nusser (stagiaire), Lukas Schaad (stagiaire), Atelier Thomas Imfeld Véronique Mathieu et Ulrike Rothenhäusler (dir.), Anna Jurt, Iona Leroy, Sarah Longrée, Charlotte Maier, Jürg Mathys, Gaby Petrak, Tino Zagermann
  • Logistik und Objektmontagen: David Blazquez (dir.), Christian Affentranger, Simon D’Hollosy, Markus Scherer, Reto Hegetschweiler

Dank

Für die Hilfe bei unserer Forschung, die gewährte finanzielle Unterstützung und die fruchtbaren Partnerschaften danken wir den folgenden Institutionen und Einzelpersonen herzlich:

  • Partner: Théâtre de Carouge: Jean Liermier (dir.), COFOP (Centre d'orientation et de formation professionnelle): Pascal Pittet
  • Mäzenat: Hirzel Stiftung, Loterie Romande, Fondation Ernst Göhner, Association des Amis du Château de Prangins, Fondation Goblet
  • Institutionen: Archives de la construction moderne: Salvatore Aprea, Joëlle Neuenschwander Feihl, Barbara Galimberti, Archives de la Ville d'Yverdon-les-Bains: Catherine Guanzini, Archives cantonales vaudoises: Delphine Friedmann et Raphaël Berthoud, Bibliothèque communale et scolaire de Gland: Aurélie Masson, Château de Versailles: Corinne Thépaut-Cabasset, Hida Sangyo Co., Pharmacie du Marché, Aubonne: Linda Cretegny et Solange Barbey, RTS: Delphine Zimmermann, UNIRIS (UNIL): Gérard Bagnoud et Sacha Auderset, Zentralbibliothek: Dr. Jochen Hesse et Barbara Dieterich, Pro Infirmis Fribourg
  • Einzelpersonen: Léonard Burnand, Philip Grand d'Hauteville, Béatrice Lovis, Olga Rapin-Held, Olivier Rapin, David Stieber, Stuart Symons, Anne Tainton